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Hypothek sichern: Ja oder nein?

Seit einigen Wochen ziehen die Hypothekarzinsen stark an. Für Kreditnehmer stellt sich darum die Frage, ob und wie sie reagieren müssen. Eine Entscheidungshilfe.

Hypothek sichern: Ja oder nein?

Die weltweit steigende Teuerung wirkt sich auch auf Hypothekarzinsen aus: sie steigen mit. Das wirft vor allem bei jenen, deren Festhypothek Ende 2022 ausläuft, eine wichtige Frage auf: «Was soll ich jetzt machen?»

UBS-Ökonom Alessandro Bee geht von einer graduellen und vorsichtigen Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank aus. Immobilienexpert:innen erwarten in den nächsten Monaten darum keine starke Verteuerung der Festhypotheken. Der Zins für kurzfristige Hypotheken dürfte ebenfalls unverändert bleiben. «Das Zinsniveau bewegt sich jetzt auf dem Stand des Jahres 2018. Wir erwarten nicht, dass die Zinsen massiv steigen werden. Es herrscht ja keine Hyperinflation», sagt Lorenz Heim, Leiter des Hypothekenzentrums.

Wer in Kürze eine Hypothek erneuern muss, sollte sich also nicht verunsichern lassen. Historisch gesehen sind die Zinsen immer noch tief. Hypotheken auf drei Monate sind günstiger und flexibler als Festhypotheken. Letztere bieten dafür den Vorteil, dass man sich bis kurz vor deren Ablauf nicht mehr mit dem Thema befassen muss. Allerdings auch das Risiko, dass der Verfall in eine Hochzinsphase fällt. Mehrere Offerten einholen und mit den Kreditgebern hart verhandeln sollte man in jedem Fall, um ein vorteilhaftes Angebot zu erhalten.